Leitbericht – Fischen vom Belly Boat

Ein Bericht von Mario Lange (veröffentlicht in “Der Raubfisch”, Ausgabe Sept./Okt. 2012)

Das Fischen vom Belly Boot wird immer beliebter und hat in den vergangenen Jahren einen regelrechten Boom erlebt.  Auch der Markt bzw. die Hersteller haben auf diese Nachfrage reagiert und bieten mittlerweile eine sehr große Anzahl an unterschiedlichen Modellen an. Doch bevor Sie sich in das Vergnügen „Belly Boot“ stürzen, müssen Sie für sich einige
Fragen beantworten, wie z.B:

  • Welches Belly Boot brauche ich für meine Einsatzzwecke überhaupt?
  • Welche Vorteile bringt mir ein Belly Boot überhaupt?
  • Was ist mit dem Belly Boot überhaupt möglich?
  • Auf welche Details beim Belly Boot muss ich beim Kauf achten?
  • Was für Zubehör wird unbedingt benötigt? Welches ist einfach nur „Nice to have“?
  • etc.

Fragen über Fragen! Mit diesem Bericht möchte ich diese Fragen für Sie beantworten und beschreiben worauf es beim Belly Boot wirklich ankommt und was alles damit möglich ist.

 

Die Geschichte des Belly Boot

Das Belly Boot auch Float Tube genannt, hat seinen Ursprung in den frühen 20iger Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Amerikanische Angler nutzten damals Autoreifen als Schwimmhilfe zum Fischen. Im Lauf der Zeit entdeckten immer mehr Angler die Vorteile dieser Schwimmhilfe und so kam 1947 das erste Belly Boot auf dem Markt. Es war ein Autoreifen mit Sitzfläche und ist mit den heute erhältlichen Modellen nicht vergleichbar. Nach und nach wurden die Belly Boote weiterentwickelt und modifiziert, so dass der Komfort und die Sicherheit wesentlich verbessert wurden. Mitte der 90iger Jahre erlebte dann das Belly Boot in Europa den Durchbruch und erfreut sich seit dem immer größerer Beliebtheit in unseren Breitengraden.

 

Einsatzzwecke des Belly Boot

Mit dem Belly Boot haben Sie die Möglichkeit fast alle Angelarten auszuüben. Besonders eignet es sich aber für die aktiven Angelarten wie das Fliegen- und Spinnfischen. Hier kann man die Vorteile des Bootes voll und ganz ausschöpfen. Neben dem Fliegen- und Spinnfischen verwende ich das Belly Boot auch noch gerne zum Ausbringen der Montagen
und zum Klopfen beim Wallerfischen. Im Prinzip können Sie ein Belly Boot an allen Gewässertypen einsetzen, zumindest überall dort wo es erlaubt ist. Egal wo Sie es aber zu Wasser lassen, sind einige Dinge zu beachten.

Strömung: Bevor Sie ihr Belly Boot an einem Fluss oder in einem Kraftwerksbereich zu Wasser lassen, sollten Sie sich zuerst mit den Strömungsverhältnissen vertraut machen.  Wenn möglich erkundigen Sie sich bei einem einheimischen Kollegen über die Strömungsverhältnisse bzw. beobachten Sie das Wasser und versuchen es zu lesen. Strömungen sind nicht zu unterschätzen. Ich sage das aus eigener Erfahrung! Vor einigen Jahren unterschätze ein ehemaliger Kumpel von mir die Strömungsverhältnisse in einem Kraftwerksbereich am Rio Ebro. Die Rückströmung eines Schleusentores erfasst ihn und zog sein Boot unter Wasser. Er konnte sich mit müh und Not noch am Schleusentor festhalten. In einer aufwendigen Rettungsaktion konnte ich ihm in letzter Sekunde das Leben retten.

Wind: Auch der Wind ist nicht zu unterschätzen. Bei ablandigem Wind empfehle ich immer in Ufernähe zu bleiben.

Gewitter: Bei Gewitter sollte das Wasser sofort verlassen werden. Akute Lebensgefahr!

Offenes Meer: Ich rate dringend von der Benutzung des Belly Boots am offenen Meer ab! Unberechenbare Strömungen, ablandiger Wind und Wellengang können den Traum schnell zum Alptraum werden lassen!

 

Die Vorteile des Belly Boot

Wenn man in einem Gewässer mit dem Belly Boot unterwegs ist, dann hat man viele Vorteile gegenüber den am Ufer und vom richtigen Boot aus fischenden Kollegen. Der mit Sicherheit größte Vorteil ist, dass Fische einem nicht als Fremdkörper wahrnehmen, sondern als Wasserlebewesen. Fische trauen sich bis auf wenige Zentimeter an das Belly Boot heran, ohne misstrauisch zu werden. Jeder der schon einmal vom Belly Boot aus gefischt hat, wird ihnen das bestätigen können.

Der zweite große Vorteil besteht darin, dass man mit dem Belly Boot Angelstellen befischen kann, die sonst keiner erreicht. Genau an diesen Stellen ist es noch möglich wahre Sternstunden zu erleben.

Zusätzlich kann man mit dem Belly Boot den Körderverlust auf ein Minimum reduzieren, denn sollte man einmal hängen, so paddelt man einfach zu dieser Stelle und löst den Köder. In mehr als 95% aller Fälle funktioniert das auch! Außerdem ist das Belly Boot eine kostengünstige Alternative zu einem Ruder- bzw. Motorboot und zudem sehr flexibel einsetzbar. Zuletzt möchte ich auch noch den Spaßfaktor erwähnen. Kaum eine Angelmethode macht so viel Spaß als wie das Angeln vom Belly Boot!

 

Die Bauformen

O-Form

Die O-Form (auch Ringform genannt) war die erste Form des Belly Boot die entwickelt wurde. Die meisten Modelle sind mit 2 Luftkammern ausgestattet, der Hauptkammer die das Gewicht des Anglers trägt und der Sicherheitskammer für alle Fälle. Die Sitzposition bei diesen Modellen ist bequem, allerdings befindet sich der
Körperschwerpunkt unter der Wasseroberfläche.

  • Vorteile: sehr formstabil; tiefer Schwerpunkt, dadurch ergibt sich eine geringe Kippgefahr; geringe Windangriffsfläche; geringes Packmaß
  • Nachteile: große Strömungsangriffsfläche bei fließenden Gewässern; schnelles Unterkühlen durch die tiefe Sitzposition (Wasserstand meist in Hüfthöhe)
  • Einsatzgebiete: stehende Gewässer wie Teiche und kleinere Seen.

U-Form

Die U-Form ist die erste nennenswerte Weiterentwicklung in der Geschichte des Belly Boot. Das formschöne U ermöglicht einen einfachen Zu- und Ausstieg. Wie auch bei der O-Form, bestehen die meisten Modelle der U-Form aus 2 Luftkammern der Hauptkammer und der Sicherheitskammer. Die Sitzposition ist bequem und der Körperschwerpunkt befindet sich bei den meisten Modellen unter der Wasseroberfläche.

  • Vorteile: tiefer Schwerpunkt, dadurch ergibt sich eine geringe Kippgefahr; geringe Windangriffsfläche; geringes Packmaß
  • Nachteile: große Strömungsangriffsfläche bei fließenden Gewässern; schnelles Unterkühlen durch die tiefe Sitzposition
  • Einsatzgebiete: stehende Gewässer wie Teiche und kleinere Seen

 

V-Form

Die V-Form ist das zurzeit am weitesten entwickelte Modell. Es baut auf der U-Form auf, bietet aber den Vorteil dass es stromlinienförmiger ist und man somit eine größere Geschwindigkeit beim Paddeln erreichen kann. Zusätzlich ist man mit dieser Form des Belly Boot wendiger und kann schneller reagieren. Die meisten Modelle dieser Form sind sehr
komfortabel und bestens ausgestattet. Sie bieten dem Angler alles was er für einen erfolgreichen Angeltag benötigt, wie ein aufblasbares Sitzkissen, eine aufblasbare Rückenlehne, Schnurablagefläche, auseichend Taschen zum Verstauen der Ausrüstung, etc.

Die Sitzposition ist bequem und der Körperschwerpunkt befindet sich bei den meisten Modellen über der  Wasseroberfläche. Diese Sitzposition ist vor allem in den kälteren Jahreszeiten von Vorteil. Wenn die  Wassertemperaturen sinken, lässt es sich aufgrund der erhöhten Sitzposition länger im kalten Wasser aushalten.
Die erhöhte Sitzposition hat aber noch zwei weitere wesentliche Vorteile. Zum einen die größere Übersicht (Fische können früher entdeckt werden) und zum anderen die bequemere Wurfposition.

  • Vorteile: erhöhte Sitzposition, meist über der Wasseroberfläche; geringe Gefahr der Unterkühlung; mehr Übersicht; bequemere und bessere Wurfposition; geringe    Windangriffsfläche; geringe Strömungsangriffsfläche bei fließenden Gewässern; geringes Packmaß
  • Nachteile: große Strömungsangriffsfläche bei fließenden Gewässern; 
  • Einsatzgebiete: langsam fließende Gewässer, Teiche und kleinere Seen

 

Pontoon Boot

Das Pontoon Boot zählt meiner Meinung nach nicht mehr ganz zu der Gruppe der Belly Boote. Es ist als Hybrid zu vertsehen, sozusagen einer Mischung aus Belly Boot und Ruder Boot. Es besitzt nämlich die Mobilität eines Belly Boot und den Komfort eines Ruder Boot. Dadurch ist das Pontoon Boot meiner Meinung nach der perfekte Untersatz fürs Wasser. Pontoon Boote sind ähnlich wie ein Katamoran aufgebaut. Sie besitzen 2 Schwimmkörper (aufblasbar oder fest) welche über ein Gestänge aus Metall verbunden sind. Auf diesem Gestänge sind der Sitz, die Ruder, Taschen, etc. montiert. Die Sitzposition ist weit über der Wasseroberfläche, so dass sich nur mehr die Füße im Wasser befinden. Diese hohe Sitzposition bringt vielen Vorteile mit sich, wie z.B. geringe Unterkühlungsgefahr in der kalten Jahreszeit, sehr große Übersicht, ausgezeichnete Wurfposition, etc. Ein weiterer wesentlicher Vorteil ist, dass Pontoon Boote mit Rudern ausgestattet sind. So lassen sich mühelos größere Strecken abfischen.

  • Vorteile: sehr hohe Sitzposition, weit über der Wasseroberfläche; geringe Gefahr der Unterkühlung; mehr Übersicht; ausgezeichnete Wurfposition; geringe Strömungsangriffsfläche bei fließenden Gewässern; geringe Kippgefahr; große Reichweite; kann mit jeglichen Zubehör ausgestattet werden
  • Nachteile: große Windangriffsfläche; großes Packmaß; hohes Eigengewicht
  • Einsatzgebiete: langsam fließende Gewässer, Teiche und Seen

 

Materialien, Verarbeitung & Ausstattung

Auch auf die Materialien und die Verarbeitung des Belly bzw. Pontoon Boot muss geachtet werden. Lieber ein paar Euros mehr ausgeben und dem Boot, das aus den besseren Materialien besteht den Vorzug geben, als dem Schnäppchen vom Angelmarkt nebenan. Schließlich vertrauen Sie dem Boot in gewisser Art und Weise Ihr Leben an! Entscheidend beim Material sind meiner Meinung nach die Qualität des Stoffes aus dem das Belly Boot besteht. Das Material der Hülle muss extrem strapazierfähig sein, da dieser großen Belastungen ausgesetzt ist. Oft wird das Material in „Denier“ angegeben. Der Begriff Denier bezeichnet in diesem Fall die Dicke bzw. Masse eines Stoffes. D.h. je größer die Zahl für Denier ist, desto stärker und auch strapazierfähiger ist das Material. Wenig Denier bedeutet eher feines Gewebe. Ich empfehle Ihnen deshalb, dass das Material des Belly Boot das sich aussuchen, mindestens aus 420 Denier bestehen soll.

Das Zweite worauf Sie achten sollten, ist die Verarbeitung der Nähte mit denen die Stoffteile verbunden sind. Sind diese schlecht verarbeitet bzw. weist die Nahtstelle Fehler auf, sollten Sie die Finger davon lassen. Sie können das auch ganz schnell und einfach überprüfen. Nehmen Sie dafür die Schwimmkörper aus der Stoffhülle. Drehen sie die Stoffhülle nach
Links, so dass die Nähte außen liegen. Jetzt können Sie die Nähte in Ruhe betrachten. Ziehen sie auch ruhig ein wenig an den Stoffteilen, so sehen sie sofort ob die Nähte der Belastung standhalten. Sollte trotz der Begutachtung der Nähte beim Kauf, es dennoch passieren dass eine Nahtstelle aufgeht, so kann diese nachgenäht werden. Bringen Sie das
Boot dann am besten zu Ihrer Schneiderin. Sie wird Ihnen sicher helfen können.

Bei Belly Booten der U und V Form ist darauf zu achten, dass diese auch über eine Querverstrebung, die die beiden Seitenteile auseindrücken, besitzen und dass diese Querstrebe auch fest in den Seitenteilen befestigt werden kann. Die Querstrebe hat den Vorteil, dass wenn Sie sich in das Boot setzen, die Seitenteile durch das Körpergewicht nicht zusammengedrückt werden. Die Querstrebe kann aber auch entfallen, wenn das Belly Boat über ein adäquates Sitzpolster verfügt, der diese Aufgabe übernimmt.

Bei der zusätzlichen Ausstattung des Belly Boots ist darauf zu achten, dass dieses Ihren Anforderungen entspricht, d.h. sind genug Staufächer vorhanden, kann das zusätzliche Equipment wie z.B. Echolot, E-Motor montiert werden, etc.
Die Entscheidung welches Boot Sie sich kaufen sei wohl überlegt. Lieber Qualität als Quantität.

 

Das Zubehör

Haben Sie sich nun für ein Belly oder Pontoon Boot entschieden, müssen Sie sich auch Gedanken über das Zubehör machen. Folgendes Zubehör ist ein MUSS und darf auf keinen Fall fehlen:

Wathose: Hier können Sie sich zwischen Wathosen aus atmungsaktiven Material, Neopren oder Gummi entscheiden. Fischen Sie vorwiegend in den warmen Monaten, dann reicht eine atmungsaktive Wathose vollkommen aus. Habe Sie aber auch vor im Frühjahr, Herbst und Winter zu fischen, dann sollten Sie sich zusätzlich einen Neoprenwathose zulegen. Ich persönlich trage seit Jahren atmungsaktive Wathosen der Firma SIMMS, diese haben sich über die Jahre hinweg bewährt.

Watgürtel: Ein Watgürtel sollte immer getragen werden, da wenn es einmal zu einem Unglück kommt, dieser den übermäßigen Wassereintritt in die Wathose verzögert.

Watschuhe: Bei den Watschuhen ist darauf zu achten, dass diese klein geschnitten sind. Warum? Kleine Watschuhe passen leichter in die Flossen hinein.

Flossen: Groß oder Klein? Es ist ganz einfach und abhängig vom Boot welches Sie verwenden. Große Flossen (Taucherflossen) verwende ich gerne bei Belly Booten der O und U Form, da man mit diesen mehr Druck aufbauen kann und schneller vorwärts kommt. Kommt mein Pontoon Boot zum Einsatz, dann verwende ich gerne kleinere Flossen, da ich für das vorwärts kommen nur wenig Kraft benötige.

Schwimmweste: Die Schwimmweste ist ein absolutes MUSS und sollte immer getragen werden. Sicherheit geht vor!

Luftpumpe: Ich empfehle eine Doppelhubpumpe. Diese ermöglichen ein schnelles Aufpumpen des Belly Boots. Die Luftpumpe sollte immer mitgeführt werden, damit Sie jederzeit die Möglichkeit haben Luft nach zu pumpen wenn es nötig ist. Speziell wenn Sie in den Abend hinein fischen und Lufttemperatur abnimmt, nimmt gleichzeitig auch der Luftdruck in Ihrem Belly Boot ab. Es wäre ja blöd wenn Sie in während dieser Zeit das Angeln unterbrechen bzw. komplett einstellen müssen nur weil Sie keine Pumpe mitführen.
Der Form halber habe ich auch noch das optionale Zubehör folgend aufgelistet, über dessen
Sinnhaftigkeit sich streiten lässt.

  • Anker
  • Echolot
  • Rutenhalter
  • E-Motor
  • Kamerahalterung
  • Flaschenhalter
  • etc.

 

Marktübersicht

Wenn ich von Kollegen gefragt werde, welchen Belly Boot Hersteller ich Ihnen empfehlen könne, dann sage ich immer dass es Geschmackssache ist, denn mittlerweile produzieren sehr viele Hersteller ausgezeichnete Belly Boote. Folgend gebe ich Ihnen einen kleinen Überblick über ein paar der derzeit am Markt erhältlichen Belly Boote.

  • Outcast – Fish Cat 4: Das Outcast – Fish Cat 4 ist ein Belly Boot (V-Form) mit einem ausgezeichnetem Preis-Leistungs-Verhältnis. Es verfügt über 2 Luftkammern, Boston Ventile, einen Sitzpolster und das Material besteht aus 500 Denier. Außerdem sitzt man bei diesem Boot über der Wasseroberfläche. Das Boot kostet bei Rudi Heger im Onlineshop 249 Euro.
  • Guideline – Drifter: Das Guideline – Drifter (V-Form) ist ebenfalls ein Belly Boot mit einem ausgezeichnetem Preis-Leistungsverhältnis. Es verfügt über 4 Luftkammern, Boston Ventile, einen Sitzpolster und das Material besteht aus 1000 Denier. Außerdem sitzt man bei diesem Boot über der Wasseroberfläche. Das Boot kostet bei ADH im Onlineshop 250 Euro.
  • Outcast – Fish Cat Streamer XL: Das Outcast – Fish Cat Streamer XL ist ein Pontoon Boot mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Es verfügt über 2 Luftkammern, Boston Ventile und das Material besteht aus 600 Denier. Das Boot kostet bei Rudi Heger im Onlineshop 750 Euro.

 

Die Jungfernfahrt

Haben Sie sich nun das Belly Boot samt Zubehör gekauft, dann steht die Jungfernfahrt bevor. Zuvor vergewissern Sie sich aber noch einmal bei Ihrem Verein, ob der Einsatz des Belly Boot an Ihren Gewässern erlaubt ist. Nicht das es zu Schwierigkeiten kommt. Beim ersten Einsatz empfehle ich Ihnen zu zweit zu sein. Egal ob die Begleitperson am Ufer
ist, oder Sie mit dem Boot begleitet, Sie gibt Ihnen Sicherheit und kann bei Problemen helfen.

Bevor Sie aber am Wasser mit dem Angeln beginnen, machen Sie sich zunächst einmal mit Ihrem Boot vertraut und paddeln 10-20 Minuten herum. Diese Eingewöhnungsphase ist sehr wichtig, da sie während dieser Zeit lernen wie Ihr neues Belly Boot reagiert. Nehmen Sie sich diese Zeit, es gibt Ihnen eine erste Sicherheit. Nach der Eingewöhnungsphase können Sie dann entspannt mit dem Angeln beginnen und die Vorzüge des Belly Boot genießen. Paddeln und befischen Sie die Stellen die Sie bis jetzt nicht erreicht haben und an denen Sie Ihren Zielfisch vermuten. Es zahlt sich aus, Sie
werden es sehen.

Hat nun ihr Zielfisch angebissen, dann können Sie ihn ganz normal zum Belly Boot drillen. Einzig bei der Landung sollten Sie darauf achten, dass die Haken des Kunstköders nicht mit dem Belly Boot in Berührung kommen.

Ich hoffe dass ich mit diesem Bericht nicht nur alle Fragen beantwortet habe sondern dass ich auch Ihr Interesse für diese äußerst spannende Angelart geweckt habe. Sollten Sie noch Fragen haben, dann können Sie mich gerne via Mail kontaktieren (office@fliegenfischer.cc).

Zum Thema Belly Boot veranstalte ich jedes Jahr Kurse bzw. Seminare. Weitere Informationen dazu finden Sie auf meiner Website.

Euer Mario Lange